Methodik

Beim Glitch handelt es sich, je nach Methode und Format um ein Ergebnis, das nur in einer bestimmt gewählten Weiterverarbeitungs-Art an ästhetischem Wert gewinnt. Bei wiederum anderen Ver- arbeitungen wird diese Ästhetik erst gar nicht sichtbar.

Bsp.: Das Manipulieren eines Raws macht nur dann Sinn, wenn es an- schließend im richtigen Programm geöffnet wird. Im Photoshop erhält man eine andere Ansicht als in der Bild-Vorschau. Im In- ternet kann es i.d.R. gar nicht erst hochgeladen werden, da die meisten Datenbanken dieses Format nicht unterstützen. Jedoch kann ein Raw-Format Sinn machen, wenn es später in einer Strick- maschine zu einer Decke verwebt wird. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn man stattdessen ein gif oder ein jpg gewählt hätte.

Vier etablierte Glitch-Art-Techniken:

01_ falsche Bearbeitung:

Bearbeitung einer Datei mit Hilfe einer Software/Hardware, die für eine andere Datenform bestimmt ist

02_Neuinterpretation:

Umwandlung der Datenklasse (z.B. Musikdatei in Bilddatei), des Dateiformats (z.B. bmp in raw) oder des Anzeigemediums
(z.B. Photoshop statt Vorschau)

03_ Sonifikation:

Neuinterpretation von Nicht-Audiodaten in Audiodaten -
die häufigste Form des databendings

04_ Zwangs-Fehler:

Das Evozieren eines Absturzes oder Stillstandes einer
Anwendung oder einer Hardware

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